Story
Regeln
Hintergründe
Alles Wichtige, was es über SOFIA, JAMBOL & BURGAS zu erfahren gibt, wurde euch hier zusammengetragen und aufgeschrieben. Es soll euch eine Vorstellung, davon vermitteln, wie es im Moment, in Bulgarien, aussieht.
Gruppierungen
In unserer Welt kommt es immer wieder dazu, dass sich EINZELNE GRUPPEN heraus kristallisieren und gesondert in den Vordergrund treten. Jene, haben hier ihren Platz und ihre Beschreibungen gefunden.
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Jambol
Die Stadt des Zeus, Dianoplois, Diospolys, Dampolys, Djampolis, Hiampolis, Grenboel, Jambolu. Noch Tausend weitere Namen scheint diese kleine Stadt besessen zu haben, bis sie zu ihrem heutigen Namen kam. Finden kann man sie in der Oberthrakischen Tiefebene, auf einer Anhöhe am Nordufer des Flusses Tundscha. Ähnlich wie Burgas, wird auch Jambol von drei Seiten mit Wasser umschlossen. Jedoch ist es hier der Fluss Tundscha, der sich spaltet. Die Stadt selbst gibt es schon seit Jahrtausenden und liegt etwas über 90km westlich von Burgas und knapp 300 km östlich von Sofia entfernt. Etwa 10 km westlich liegt der ehemalige Luftwaffenstützpunkt der U.S. Streitkräfte und wird heute von Simon Cromwells Männern besetzt. Es heißt, dass er dort Unmengen an Waren hortet. Die gesamte Stadt besteht aus dreißig einzelnen Siedlungen, die sich irgendwann zu einer großen Stadt zusammengeschlossen haben. In Jambol gibt es eine mittelalterliche Festung. Vor dem Krieg war sie das Ziel vieler Touristengruppen, heute wird sie als Wohnsitz genutzt. Der König von Jambol, wie sich Simon Cromwell selbst gerne nennt, hat dort Stellung bezogen, um seine Macht noch besser demonstrieren zu können. Er und seine Familie sind maßgeblich am Handel in und um die Stadt beteiligt. Jambol ist in den Wirren des Krieges zu einer Hochburg von Dieben und Schmugglern geworden. Auf den Straßen regiert Gewalt, Erpressungen, Prostitution und Mord. Wer sich hierher traut, muss zwar nicht mit Krieg rechnen, dafür regiert hier das Verbrechen in seiner schlimmsten Form. Durch ein Abkommen mit den Engeln gelang es Simon Cromwell nicht nur die Macht zu übernehmen, auch gilt Jambol seit dem als Graue Zone. Von den Einwohner wird es hingenommen. Wie sollen sie sich auch verteidigen gegen eine ganze Armee von Verbrechern?
ALLTAG & HANDEL
Mit dem Abkommen zwischen Simon und den Engeln ist Jambol eine Graue Zone, ergo kriegsfreies Gebiet. Die Stadt wurde – im Gegensatz zu vielen anderen Städten Bulgariens – nicht zerstört, auch wenn Plünderer und Vandalen in einigen Stadtteilen ganze Arbeit geleistet haben. Immer wieder kommt es zu Unruhen und Gewaltausbrüchen, was vornehmlich auch mit dem Fehlen von Polizei oder anderen Streitschlichtern zu tun hat, aber auch mit der Dichte der Wesen, die in der Stadt leben. Alles, was vor dem Krieg fliehen konnte, hat sich in Jambol eingefunden, was bedeutet, dass so ziemlich jedes Haus, egal wie verwüstet es aussieht, bewohnt ist. Doch Hunger und Krankheiten sorgten vor allem in den letzten zwei Jahren für eine mehr oder weniger natürliche Selektion. Die Population nimmt ab, dennoch ist es nach wie vor dicht besiedelt. Jambol ist noch eine der Städte, die mit Hilfe von Stromgeneratoren für ungefähr 6 Stunden täglich (3 Stunden morgens, 3 nach Sonnenuntergang) Strom besitzen. Das heißt allerdings nicht, dass alle Häuser am Stromnetz angeschlossen sind, da viele Leitungen beschädigt oder mutwillig zerstört worden sind. Gleiches gilt für die Wasserleitungen, die generell kein Trinkwasser bereithalten. Dieses muss man erst abkochen oder filtern. Die Stadt und ihre Bewohner sind vom Handel mit dem Umland angewiesen. Was früher mal Parkanlage in der Stadt war oder Felder am Stadtrand, wird heute so gut es möglich ist bewirtschaftet, um zumindest für das Allernötigste zu sorgen. Getreide, Kartoffeln, Fisch (aus dem Fluss) und Vieh stehen begrenzt zur Verfügung und werden auf den Märkten teuer verkauft. Die Preise schwanken oft stark, da es keinen Standard gibt. Wer etwas besitzt, kann so ziemlich jeden Preis dafür nennen, allerdings werden ab und an Kontrollen von Simons Handlangern durchgeführt. Bekommen sie mit, dass sich jemand allzu sehr die Taschen vollmacht, kann es sein, dass sie eine „Steuer“ verlangen – ein beschönigendes Wort für Schmiergeld. Es ist also nie klug, laut zu äußern, was man besitzt. Da um Jambol herum das Land unsicher und verwüstet ist, aber die Waren von A nach B transportiert werden müssen, gibt es einige wenige Handelsstraßen – insofern gesichert, als dass Engel sie in Ruhe lassen. Vor Überfällen anderer Art ist man aber nicht sicher, daher bewegt sich jeder Transport immer mit mehreren Bewaffneten vorwärts. Die Strecke zwischen Jambol und der Küste ist wohl die, die am häufigsten befahren wird; aus Mangel an Benzin eben mit Kutsche, Karren und Esel. Da um Burgas herum allerdings das Lager der Engel ist, trifft man sich mit Fischern und Piraten oft auf halber Strecke, um Waren auszutauschen.
WICHTIGE ORTE
SCHWARZMARKT Der Schwarzmarkt ist das pulsierende Herz Jambols. Hier findet man so ziemlich alles; Waffen, Handwerker und sogar Sklaven, wenn man die richtigen Leute fragt. Nahrungsmittel findet man hier nicht, sondern auf den gemeinen Märkten. Der Schwarzmarkt hat einen festen Standort, und zwar nahe der Festung in einem ehemaligen Parkhaus, das zwei Etagen unter der Erde liegt und drei Etagen nach oben geht. Oben auf dem Dach gibt es immer Beobachter, die den Himmel im Blick haben, derweil das zweite Untergeschoss an die Kanalisation angeschlossen ist. Man kann sich vorstellen, wie es dort riecht, demzufolge wird dort nichts verkauft, aber über die Tunnel kann man ungesehen ein- und ausgehen. Eine Lizenz braucht man nicht; wer etwas hat, das er unter das Volk bringen will, der baut sich einfach seinen Stand auf. Allerdings sollte man darauf achten, keinem alteingesessenen Verkäufer in die Quere zu kommen. Obwohl es offiziell kaum Regeln gibt, findet man eine Reihe von mündlich weitergegebenen Ordnungen, die allerdings auch widersprüchlich sein können. Zwar heißt es einerseits; wer zuerst kommt, malt zuerst. Doch gleichzeitig wird gewissen Personen immer den Vorzug gegeben. Und natürlich findet man auch hier Simons Handlanger, die ein Auge darauf haben, welche Waren angeboten werden. Gibt es etwas Neues oder sehr Aufsehenerregendes, will man in Jambols Festung davon wissen. ROTLICHTVIERTEL Egal wie dreckig es der Welt geht, gehurt wird immer. Gleich ein ganzes Stadtviertel ist dafür bekannt, dass man hier schnell glücklich gemacht werden kann. Vom billigen Straßenstrich bis hin und zum halbwegs gesitteten Bordell – man findet eigentlich alles. Das bekannteste Bordell wird von der Hexe Asmara geführt. Sie ist dafür bekannt, dass ihre Kunden nicht ausgenommen werden und ihre Mädchen den Hausregeln Folge leisten. Dafür geht es denen auch ganz gut, besser jedenfalls, als den Bordsteinschwalben weiter nördlich, unter denen Geschlechtskrankheiten grassieren, wie andernorts die Masern. BENNYS BAR In einem alten Weinkeller unter der Erde hat Benny (wie sein voller Name ist, weiß keiner) eine Gaststätte in Betrieb genommen, die sehr gut läuft. Nicht nur, dass er einen schier unerschöpflichen Vorrat an Wein besitzt, nein, er brennt auch seinen eigenen Schnaps. Kein Wunder, dass man sich früher oder später hier hin verirrt. Manchmal, je nach Laune und Trunkenheitsgrad des Koches, kann man sogar eine warme Mahlzeit bekommen. Einfach, aber sättigendes. Ein Blick in die Küche ist aber nicht zu empfehlen. In der Bar trifft man sich häufig für den Informationsaustausch, macht Geschäfte oder dealt mit Substanzen. Sogar die Wahrsagerin Helena lässt sich manchmal hier blicken, um den Leuten (gegen entsprechende Bezahlung) die Zukunft zu deuten.